WÜSTENVÄTER

ist eine später aufgekommene Bezeichnung für frühchristliche Mönche,

die seit dem späten 3. Jahrhundert,

entweder einzeln als Eremit oder in Gruppen, als Koinobiten,

ein zurückgezogenes Leben in den Wüsten Ägyptens und Syriens führten,

bestimmt durch Askese, Gebet und Arbeit.

Paolo Uccello - Episoden aus dem eremitischen Leben

 

In der einsamen Askese verfolgten die Wüstenväter  den Weg des

ora et labora

des Betens und Arbeitens, sowie der hesychia, des inneren Friedens.

Die, die den Anforderungen der Wüste gewachsen waren,

hatten als Zeugen eines radikalen christlichen Lebens zahlreiche Schüler,

die durch ihre Aussprüche oder Apophthegmata Patrum,

in denen sich biblische Weisheit und menschliche Güte verbanden,

der christlichen Askese teilhaftig wurden.

Neben der von Athanasios, dem Bischof von Alexandria,

um 360 verfassten Lebensbeschreibung des Antonius,

der eher legendarisch zu bewertenden Vita des Paulus Eremita von Hieronymus

und der Historia Lausiaca von Palladios

bleiben die verschiedenen mit dem Gattungsbegriff

Apophthegmata Patrum

bezeichneten Apophthegmen-Sammlungen 

die wichtigsten Quellen zum Studium der geistigen Kraft und Spiritualität jener Asketen.

Mit Blick auf die Anfechtungen des Lebens und des Glaubens war der Wahlspruch:

"Fliehe den Bischof und die Frau"

das Lebensmotto dieser Mönche.

 

Quelle: Wikipedia